Bericht DPM Triathlon

Zunächst mal eins: ich darf mich ab jetzt zu dem Personenkreis zählen, die auf einer original Olympischen Distanz (1,5 km swim, 40 km bike & 10 km run) – mit Windschattenverbot –  unter der magischen 2-Stunden-Marke geblieben sind; und dieser Personenkreis ist unter Amateursportlern nicht so groß. Nice.

Am Sonntag standen die Deutschen Polizeimeisterschaften im Triathlon an, die mit separaten Startgruppen für Frauen und Männer in den Triathlon von Saarlouis (Saarland) eingebettet waren. Jedes Bundesland sowie der Bund konnten je 4 Damen und Herren melden. 2009 hatte ich erstmals an der im 2-Jahres-Turnus stattfindenden Veranstaltung DPM teilgenommen und erfahren, dass das Niveau dort ziemlich hoch ist, da ich trotz eines guten Rennens nicht über einen 22. Platz hinauskam.

Deswegen war es mein Ziel, dieses Jahr in die TOP20 zu kommen und auf den angeblich schnellen Strecken – Radstrecke fast komplett flach, Laufrunde leicht wellig – möglichst nahe an die 2-Stunden-Marke zu kommen.

Unsere Startzeit: 12:25 Uhr und somit war es bereits muckelig warm (~ 30 Grad), als wir uns in die Neopelle schälten. Leider keine optimalen Tobi-Bedingungen. Nach dem Start gab es wie immer zunächst ordentlich auf die Mütze, aber nach einigen hundert Metern gab es mehr Platz und ich schaffte es endlich mal, mich im Wasserschatten an eine größere Gruppe zu hängen. Hier passierte auch nicht mehr viel und ich konnte am zweiten Wendepunkt erkennen, dass der Rückstand auf die Spitze gar nicht so groß war, obwohl mit Konstantin Bachor (2. Gesamt beim IM Lanzarote 2011) eine richtig große Nummer dabei war, da dieser die Ausbildung in Niedersachsen absolviert.  Ich stieg also inmitten einer größeren Verfolgergruppe aus dem Wasser (im Nachhinein bin ich 20,44 min geschwommen, was für mich eine ziemliche Hammerzeit für 1500 m ist). Nach einem sehr guten 1. Wechsel konnte ich auf dem Rad gleich einige Mitstreiter überholen und gab auf der 1. der 4 zu fahrenden Runden richtig Gas.

on my bike...

on my bike...

Am Ende dieser 1. Runde stellte ich jedoch fest, dass sich hinter mir eine 4-köpfige Gruppe gebildet hatte und ich diese, obwohl alle bis auf einen sehr fair fuhren (Mindestabstand 10 m), nicht abschütteln konnte. Da ab dieser Runde wegen eines nach uns gestarteten Ligawettbewerbs der Verkehr auf der Radstrecke zudem ziemlich stark zunahm, entschloss ich mich dafür eher taktisch zu fahren und nicht zu versuchen, den vier Jungs wegzufahren, was vermutlich sowieso nicht geklappt und allerhöchstens für dicke Oberschenkel gesorgt hätte. Wir wechselten uns gelegentlich in der Führungsarbeit ab und es wurde auch – bis auf den einen – weiterhin sehr fair gefahren. Meine Platzierung wusste ich zu diesem Zeitpunkt leider überhaupt nicht, da das Feld durch die vier zu fahrenden Runden und dauernden Überholmanöver unüberschaubar war. Ich fühlte mich die ganze Zeit auf dem Rad sehr gut und bemerkte, dass niemand auf uns auffuhr und wir somit ganz ordentlich unterwegs sein mussten. So rollten wir zu fünft in die 2. Wechselzone und es ging auf die 10-km-Laufstrecke, die in 2 Runden aufgeteilt war.

Inzwischen war es sehr heiß geworden und ich hatte ein wenig Bammel beim Laufen zu explodieren. Auf den ersten Kilometern hielt ich meine – mir nach wie vor unbekannte – Position und versuchte mein Anfgangstempo von 3,45 min/km zu halten.

Hitzeschlacht

Hitzeschlacht

Bei Kilometer 4 konnte ich ziemlich schnell vier Kontrahenten nacheinander überholen und kurze Zeit später rief man mir zu, dass ich auf Platz 9 lag! Geil! Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und war eher von ca. Platz 15 ausgegangen. Auf der 2. Runde konnte ich trotz nachlassenden Lauftempos nochmals eine Position gutmachen und lief als Gesamt-8. und bester Baden-Württemberger über die Ziellinie.

Ein Blick auf die Ergebnisliste verriet, dass ich die achtbeste Radzeit gefahren (Schnitt ca. 41 km/h) und trotz der hohen Temperaturen noch 39,09 min gelaufen war – wobei die Laufstrecke evtl. etwas zu lang war. Wie schon im Kraichgau konnte ich mich beim Laufen nochmal deutlich nach vorne schieben, was mir frühe NIE gelang. Von dieser Gesamtzeit und Gesamtplatzierung hätte ich zuvor nicht zu träumen gewagt. In der Gesamtbewertung sicherlich eines der besten, vielleicht DAS beste Rennen meines Lebens, vor allem aus taktischen Gesichtspunkten.

Aufgrund der extremen Hitze kollabierten einige Teilnehmer im Ziel oder bereits auf der Laufstrecke. Auf diesem Wege gute Besserung an alle; vor allem an den Hamburger Kollegen, der stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste.

In der Mannschaftswertung (hier kommen drei Teilnehmer eines Bundeslandes in die Wertung) belegten wir Männer leider nur den 9. Rang, da die anderen Ba-Wü-Jungs entweder Pech hatten (Schwimmbrille durch Tritt zerbrochen) oder einfach nicht den besten Tag erwischten. Die Hitze tat ein Übriges…

Allerdings zeigten unsere Mädels eine hammermäßige Performance und holten den Gesamtsieg in der Mannschaftswertung. Nochmals Glückwunsch! Das habt ihr euch verdient! Dieser Erfolg im “schönen Saarlouis” wurde im Anschluss an die offizielle Abschlussfeier noch ein wenig gefeiert ;-)

die Jungs und Mädels aus BaWü

die Jungs und Mädels aus BaWü

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Eine Antwort zu Bericht DPM Triathlon

  1. Susanne schreibt:

    Wow, Gratulation! Hört sich nach einem echt “fetten” Rennen an. Das lässt ja hoffen….

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