Saisonabschluss bei der Challenge Walchsee

Am 23. August stand mein Saisonabschluss bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl im wunderschönen Tirol über die klassische Half-Ironman-Distanz mit 1,9 km schwimmen, 90 km Rad (1150 Höhenmeter) und 21,1 km laufen statt. Bei meinem 3. Start dort (2010 und 2013) herrschten endlich einmal trockene und warme Bedingungen, die perfekter kaum hätten sein können.

Wechselzone am Samstag

Wechselzone am Samstag

Nach der Anreise am Freitag und einer Streckenbesichtigung der erneut geänderten Radstrecke am Samstag sowie Bike-check-in ging es am Sonntag in der 3. Startgruppe um 9:15 Uhr los. In der 1. Startgruppe befanden sich alle männlichen Profis (18 an der Zahl) und in der 2. Startgruppe alle Profi-Damen (insgesamt 10).

Meine Startgruppe bestand aus allen Männern der AK 18-22 und 23-29 sowie allen, die

Start der Profis bei perfekten Bedingungen

Start der Profis bei perfekten Bedingungen

eine Zielendzeit von unter 4:30 h angegeben hatten. Dieser Zeit jage ich nun schon einige Jahre nach, war mir jedoch aufgrund des Rennens bei der DPM sicher, dass es diesmal aufgrund hervorragender Form endlich reichen könnte.

Nach dem Start im Neoprenanzug im herrlich temperierten Walchsee (Neoprenverbot wäre mir grundsätzlich lieber gewesen) lief es gefühlt eher mäßig, wobei ich mich in einer großen Gruppe befand, was grundsätzlich nicht so schlecht ist, um durch den Wasserschatten Kraft zu sparen. Gegen Ende zerstreute sich diese Gruppe jedoch. Was mir bereits hier Probleme bereitete war der Magen-Darm-Trakt. Sagen wir es mal so: in meinem Neoprenanzug befand sich gegen Ende eine Menge Luft… positiv gesehen: super Auftrieb 😉 Beim Blick auf die Uhr beim Ausstieg leuchtete eine sehr tiefe 27er Zeit auf. Das brachte die Laune richtig in Schwung.

Endlich mal Raddruck! :-)

Endlich mal Raddruck! 🙂

IMG_0909Nach kleineren Problemen beim Ausziehen des Neos ging es auf’s Rad. Die ersten 5 km verlaufen tendenziell eher abschüssig womit frühzeitig Tempomachen angesagt ist. Hinter mir fuhren 2 Athleten, die es schon auf diesem Anfangsstück nicht so ernst mit den 12-m-Mindestabstand nahmen. Irgendwann hörte ich einen Pfiff hinter mir und als der erste Anstieg erfolgte hörte ich die beiden hinter mir diskutieren, da sie beide bereits eine 5-min-Strafe wegen Windschattenfahrens bekommen hatten. Recht so! Nachdem wir bis km 10 zwei weitere Triathleten eingesammelt hatten merkte ich am 2. Berg, dass ich endlich mal wieder besser im Bergauffahren war. Über die Jahre bin ich hier immer mieser geworden, aber in diesem Jahr wurden mal wieder mehr Berge ins Training eingebaut und das scheint sich endlich auszuzahlen. Ich konnte die 4 Jungs erstmal stehen lassen und zog davon. Es sollte die letzte Begleitung für diesen Tag gewesen sein. Von da an ging es nur noch einsam nach vorne. Es hat richtig Bock gemacht an diesem Tag zu heizen und die Beine fühlten sich super an. Nach und nach sammelte ich fast alle vor uns gestarteten Profi-Frauen ein. An den Wendepunkten konnte ich sehen, dass ca. 1 min hinter mir eine größere Gruppe war, in der ganz offensichtlich nicht fair gefahren wurde, was mich ziemlich ärgerte. Ich nahm mir vor mich nicht von dieser Gruppe einholen zu lassen und das war eine super Motivation. Bei km 70 ging ein einzelner Athlet meiner Altersklasse an mir vorbei, der hatte jedoch solchen Überdruck, dass ich keine Chance hatte mitzufahren. Nach 2:24 h stellte ich die Black Pearl 2.0 wieder ab. Persönliche Bestzeit auf der Mitteldistanz trotz knapp 1000 Höhenmetern. Wobei die Radstrecke doch einige Meter zu kurz war. Aber auch bei Originallänge 90 km wäre es eine PB gewesen.

Laufen fühlte sich zunächst richtig schlecht an. Das Tempo war jedoch in Ordnung. Bis km 12 konnte ich meine Zielpace von 4:16 min/km (= 1:30 h Halbmarathon) gut halten bzw. war meistens einige Sekunden schneller, dann jedoch wurde es immer härter und dadurch auch noch um einiges langsamer. Ein kurzer Dixiestop war leider auch notwendig. Trotzdem wurde ich auf dem 4-Rundenkurs nur ganz selten überholt und konnte selbst ab und zu Gegner einholen. Durch die immer voller werdene Laufstrecke verlor man aber immer mehr den Überblick, wer nun direkter Konkurrent war oder eine Runde zurück. Mit einem ordentlichen Halbmarathon in 1:31 h bei immer heißeren Temperaturen  auf der nicht leicht zu laufenden Strecke (120 Höhenmeter und viel Schotter bzw. Gras) lief ich nach 4:25 h über die Ziellinie. Persönliche Bestzeit um knapp 6 Minuten verbessert. In Heilbronn und vor allem Maxdorf bin ich zwar deutlich schneller gelaufen, aber da war die Radleistung um einiges schlechter. Erst im Ziel erfuhr ich dann, dass das auch den 27. Gesamtrang bedeutete! Seeeeeeeehr geil! In meiner Altersklasse war es die Holzmedaille: Platz 4.

swim: 27:07 min (PB), Einzelsplit: 27.

bike: 2:24 h (PB), Einzelsplit: 35.

run: 1:31:20 h, Einzelsplit: 40.

4:25:55 h (PB), 27. Gesamt!

der Moment, als ich von Gesamtplatz 27. erfuhr

der Moment, als ich von Gesamtplatz 27. erfuhr

Für mich ein sensationeller Saisonabschluss! Es war ein wunderschönes verlängertes Wochenende mit meinem Mädel sowie einigen coolen Leuten vom TV Forst und hat sogar für eine kleine aber feine (!!!) Wanderung am Tag nach dem Wettkampf gereicht… 😉

Gewonnen hat das Rennen der Favorit Giulio Molinari mit überragendem Radsplit (auch Sebi Kienle hat von dem schon mal nur das Hinterrad gesehen) vor dem Österreicher Andreas Giglmayer.

Wanderung am Montag. Im Hintergrund ein Teilstück der Radstrecke und Blick bis zum Großglockner

Wanderung am Montag. Im Hintergrund ein Teilstück der Radstrecke und Blick bis zum Großglockner

In den nächsten Wochen werde ich noch ein bisschen nach Lust und Laune vor mich hin trainieren. Die offizielle off-season ist für Oktober oder November geplant, wenn voraussichtlich meine Krampfadern operativ behandelt werden sollen.

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